Überblick

Die European Market Infrastructure Regulation (EMIR) wurde am 27. Juli 2012 veröffentlicht.

Sie ist ein wichtiger Abschnitt bei der Umsetzung der Verpflichtungen der G20-Staaten zur Reduzierung systemischer Risiken von OTC-Derivaten.

EMIR muss noch durch technische Regulierungsstandards (RTS) zur Clearingpflicht vervollständigt werden.

Wesentliche Vorschriften

  • Bilaterale Kontrakte, einschließlich Devisentermingeschäften (FX Forwards), unterliegen Besicherungsanforderungen
  • Verpflichtender Austausch von Sicherheiten, zusammen mit der unabhängigen Bewertung von Transaktionen mit OTC-Derivaten (tägliche Marktwertberechnung (Mark-to-Market) offener Kontrakte) 
  • Meldepflicht an Transaktionregister
  • Standard OTC-Derivaten unterliegen der Clearingpflicht
  • Einführung von Ersteinschuss- und Nachschussforderungen (Initial und Variable Margin Calls)

Weitere Informationen

EMIR-Verordnung 4. Juli 2012

OTC-Derivaten und Clearingpflicht 

Fees Disclosure Document

Wichtige Daten

  • 27. Juli 2012 - Veröffentlichung der endgültigen Fassung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft
  • 12. Februar 2014 - Inkrafttreten der Meldepflicht an das Transaktionregister
  • 29. Januar 2015 - Veröffentlichung der RTS durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA)
  • Juni 2016 bis März 2017 - Beginn der Clearingpflicht für Zinsswaps (für finanzielle Gegenparteien mit einem Bruttonennwert an OTC-Derivaten von über 8 Mrd. €; Pflicht zur Vorverteilung (Frontloading) beginnt 5 Monate vor dem Datum der Clearingpflicht)